Die Geschichte der Soziokultur in Leipzig

SOZIOKULTUR setzt kreative Potentiale frei und bezieht alle Formen der Kunst, Kultur und Bildung ein.
Die Deutschen lieben Volksmusik. Wir spielen sie - aus allen Regionen der Erde.
SOZIOKULTUR setzt kreative Potentiale frei und bezieht alle Formen der Kunst, Kultur und Bildung ein.

Die Geschichte der Soziokultur begann offiziell am 1. September 1991, als zwischen fünf Vereinen und der Stadt Leipzig ein Vertrag über Freie Trägerschaft unterschrieben und ein „Modellprojekt Soziokultur in Leipzig“ ins Leben gerufen wurde. Dem voraus gegangen war ein gemeinsam erarbeitetes Konzept zur „aktiven Teilhabe an kulturellem Handeln“ – im Stadtteil und darüber hinaus.

Ehemalige Jugendklubhäuser / Kulturhäuser gingen damit in die Trägerschaft der meist 1990 gegründeten Vereine über und wurden dementsprechend umbenannt:

  • der ANKER (Möckern) in Anker e.V.
  • der „Eiskeller“ (Connewitz) in Projekt Verein e.V. / Conne Island
  • das „Jürgen Schmidtchen“ (Schönefeld) in Frauenkultur e.V. (jetzt in Connewitz)
  • die Nationale Front (Südvorstadt) / Kultur- und Kommunikationszentrum naTo e.V.
  • und das Haus Steinstraße in Haus Steinstraße e. V.

Die Versammlung des Stadtrates formulierte 1991 die Erwartung, dass mit der Übergabe dieser neuen Zentren „...Orte soziokultureller Arbeit und lebendiger demokratischer Kommunikation geschaffen werden, die durch die Trägerschaft der Vereine auch die Effizienz der Tätigkeit erheblich und dauerhaft sichert.“

Im Rahmen eines Modellprojektes unterstützte die Stadt Leipzig den Übergang mit einen fünfjährigen Vertrag für ein institutionelle Förderung. Bei der anstehenden Vertragsverlängerung kam 1996 die Begegnungsstätte Mühlstraße (Reudnitz/Thonberg) hinzu. Diese sechs Zentren sind seit dem über immer wieder verlängerte Rahmenverträge abgesichert.

1996 wurde das WERK 2 (Connewitz) in die institutionelle Förderung aufgenommen. 2009 kam das frisch eingeweihte „Ariowitsch-Haus – Zentrum jüdischer Kultur“ hinzu. Seit 2011 erhält auch die VILLA (Zentrum) eine institutionelle Förderung. Das GeyserHaus (Eutritzsch) soll ein Jahr später folgen.

Die Standorte der Zentren sind historisch gewachsen, ihre Angebote ergänzen einander und sie sind in den 20 Jahren ihrer Entwicklung zu unverzichtbaren Säulen des kulturellen, sozialen und kommunikativen Gefüges in ihren Stadtteilen geworden – effizient und lebendig.

Soziokultur in Leipzig heute

Plakat auf der Protestaktion vor der Ratsversammlung am 25. Februar 2009 anlässlich des Beschlusses zum Stadt-Haushalt 2009.

In Leipzig wird die soziokulturelle Arbeit heute im Wesentlichen von den Soziokulturellen Zentren der AG Soziokultur getragen. Sie bilden die strukturelle und inhaltliche Basis für ein Netzwerk, in das sich zahlreiche weitere Initiativen und Projekte einbringen.

Die Kontinuität und hohe Qualität ihrer Arbeit, die von Veranstaltungen, Kursen und Workshops über fachliche Kinder- und Jugendarbeit (nach § 11, SGB VIII), die Bereitstellung von Räumen für nachwachsende Initiativen und Interessen, die Einbindung in soziale Bewegungen bis hin zu gastronomischen Angeboten, zu Arbeits-, Praktikums- und Ausbildungsplätzen reicht, bildet eine wesentliche Grundlage für die hohe Lebensqualität in der Kulturstadt Leipzig.

Die Standorte der Zentren sind historisch gewachsen, ihre Angebote ergänzen einander und sie sind in den Jahren ihrer Entwicklung zu unverzichtbaren Säulen des kulturellen, sozialen und kommunikativen Gefüges in ihren Stadtteilen geworden.